Ausweitung des Kinderkrankengeldes.

  • 45 SGB V -Gesetzliche Krankenversicherung-ist in Bezug auf das Kinderkrankengeld geändert worden. Nach dem neu hinzugefügten Abs. 2a hat jedes Elternteil für das Kalenderjahr 2021 Anspruch auf Krankengeld für 20 Arbeitstage pro Kind, Alleinerziehende für 40 Arbeitstage. Bei Inanspruchnahme des Kinderkrankengeldes für mehrere Kinder ist der Anspruch auf 45 Tage pro Elternteil, für Alleinerziehende auf 90 Arbeitstage für das Kalenderjahr 2021 begrenzt.

Neu ist, dass der Anspruch auf das Kinderkrankengeld für das Kalenderjahr 2021 zusätzlich bei vollständiger oder teilweiser Schließung der Einrichtungen (Schulen, Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Einrichtung für Menschen mit Behinderungen) aufgrund der pandemischen Lage besteht. Der Anspruch ergibt sich ebenso bei Anordnung eines Betretungsverbots (zum Beispiel aufgrund einer Quarantäneanordnung), bei Aussetzung der Präsenzpflicht, bei angeordneten Verlängerungen von Schul- oder Betriebsferien oder wenn das Kind aufgrund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht.

Voraussetzung ist wie bisher, dass ein Kind, dass das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, zu Hause betreut werden muss und eine andere im Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen kann. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, gilt dies auch über das zwölfte Lebensjahr hinaus.

Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Home-Office arbeiten bzw. arbeiten könnten.
Dies ist der zuständigen Krankenkasse auf geeignete Weise, z. B. durch Vorlage einer Bescheinigung der Einrichtung, nachzuweisen.

Die Regelung tritt rückwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft und gilt für gesetzlich krankenversicherte berufstätige Eltern.

Der Anspruch auf das Kinderkrankengeld ist gegenüber der Krankenkasse geltend zu machen.